Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Camper über 50. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 21. März 2012, 21:36

Saalfelden 15.3.

Do., 15.3. Saalfelden
Es ist ein herrlicher Tag. Die Sonne lacht beim Fenster herein. Das Frühstück schmeckt ganz ausgezeichnet. Mein Zimmerherr erklärt mir einige Möglichkeiten, rät mir von der Benützung einiger Wege ab („do san scho im Sommer de Leit obagfoin“) und ich entschließe mich, einen neuerlichen Anlauf zur Einsiedelei zu machen. – Jetzt kenne ich ja schon den richtigen Weg.

Aber, wie es bei mir meistens ist, schwenke ich bei der Abzweigung Einsiedelei – Steinalm (die Einheimischen sagen Stoaoim) auf den Weg auf die Alm ein. Es sind schon etliche Spuren vorhanden, sodass ich kein Problem habe, dem richtigen Weg zu folgen. Ich komme am Kiahloch, eine kleine Höhle, die schon in der Steinzeit als Behausung gedient hat vorbei, dann bei der Abzweigung des Fuchsensteiges („do san scho….), halte mich brav weiter auf dem Weg zur Alm.

Der Schnee ist noch ziemlich fest, da es in der Nacht ja doch noch kalt ist, und ich sinke nicht allzu oft ein. (heute habe ich die Gamaschen an – und bleibe staubtrocken.) Allerdings bemerke ich viel Holzbruch, hervorgerufen durch die enorme Schneelast auf den Bäumen. Es hat ja dieses Jahr sehr viel geschneit.

Auf der Alm angekommen, öffnet sich das ganze Tal vor mir. Es ist einfach wunderbar! Hinter mit das Breithorn, vor mir auf der rechten Seite die Leoganger Steinberge, links die Dientener Berge, dahinter sehe ich das Kitzsteinhorn und andere Gipfel der Hohen Tauern. Es ist einfach göttlich! – Und ganz vorne, wo sich die Alm ins Tal neigt, steht eine Bank, die auf mich wartet. Sie soll nicht umsonst da stehen! Ich steuere darauf zu, entledige mich meines Anoraks und des Hemdes und genieße die wärmende Sonne.

Gegen Mittag beginnt dann die Thermik leicht bemerkbar zu werden, also ziehe ich mein Hemd wieder an (es ist noch immer schweißnass) binde mir den Anorak um die Hüften und beginne mit dem Abstieg. Jetzt ist es schon etwas wärmer. Jetzt ist der Schnee schon wieder weich. Jetzt merke ich wieder, dass er unterschiedlich hoch liegt……
Nachdem ich mir in meiner Unterkunft nach einer ausgiebigen Dusche frische Kleidung anziehe, bummle ich durch den Ort, esse eine Kleinigkeit und suche den hiesigen Tischtennisverein. Leider vergeblich, aber es ist noch nicht aller Tage Abend. Ich finde ihn schon noch.
Nach einem trauten Abend mit meiner Göttergattin schlafe ich ganz ausgezeichnet.