• Was haltet ihr davon? Glaubt ihr dass diese Antriebsart Zukunft hat? - Oder ist es vielleicht nur eine Übergangslösung bis der Wasserstoffantrieb kommt?

  • Ich bin immer misstrauisch, wenn "die Politik" in ökonomischen und technischen Fragestellungen die Marschrichtung vorgibt. Meist sehe ich dann Menschen, die sich die Hand vor die Augen halten und laut rufen, "was wollt ihr denn, ich sehe gar keine Probleme".

    Die "Rettung des Planeten" (Angela Merkel) mit Milliarden Tonnen ausgebrannter Akkus zu bewerkstelligen, ist schon etwas vermessen, selbst wenn man die deutsche Liebe zur Hybris kennt.

    Ich kann mir gut vorstellen, daß die Reichweite von E-Autos entwicklungstechnisch noch nicht am Ende ist. Das gilt auch für die Ladezeiten und die Ladeinfrastruktur allgemein. Sie wird aber immer mit dem Fahrzeuggewicht korrelieren. Das ist halt physikalisch so und trifft ja auch auf Verbrenner zu. Insoweit halte ich das E-Auto für ein Stadtfahrzeug, einkaufen, zur Arbeit etc.

    Man liest jetzt immer von Ladezeiten "bis 80 %". Was nützt das ein KFZ auf Langstrecke ? 30 oder 45 Minuten Däumchen drehen, Kaffee trinken ? Wieviel "Zapfsäulen" braucht eine Autobahntankstelle, um Versorgungssicherheit ohne Wartezeiten zu gewährleisten ? Was machen die Wartenden im Winter, wenn sie Heizung und Klima brauchen, während die Anzeige auf Null geht ?

    Also, um Deine Frage zu beantworten: für den großen Durchbruch halte ich diese E-Technik nicht. Sie wird aus vorgeblichen Gründen des Umweltschutzes gepusht, sie ist ein super Beschäftigungsprogramm für die Industrie, und wenn dann alle umgestiegen sind, kommt was anderes. Man hat uns auch 20 Jahre die Globalisierung als goldene Zukunft gepredigt, und heute stehen Fabriken wegen zusammengebrochener Lieferketten still.

    Kurzstrecke ja, Fernverkehr eher nicht.

    Zum Wasserstoff: ich denke, da ist noch Potenzial, das aber zur Zeit politisch-medial unter der Decke gehalten wird.


    Horst

    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Leute alles glauben, wenn man ihnen sagt, Wissenschaftler hätten es herausgefunden.

  • Hallo Foristi,

    danke Ewald für deinen heissen Tip.

    jaaa die Mercedes V-Klasse ist schon ein tolles Wohnmobil für zwei Personen.

    Meine Cousine samt Ehegespons besitzen dieses Wagerl als Diesel, weil sie seit

    Jahren von unseren Reisen schwärmen.

    Er bestand darauf, nur ein Wagen, der in die heimische Garage passt kommt in Frage.


    So edel alles in Echtleder und Luxus Ausführung ist, für mich trotzdem ein KO Kriterium

    ist die fehlende Toilette. Da ist auch ein nachgekauftes Porta Potti keine Lösung.

    Sie haben mittlerweile eingesehen, für größere Reisen ein Fehlgriff.


    Hier wird die Schweizer Elektro Version wohl auch nicht besser sein. Angaben dazu habe

    ich leider nicht gefunden.


    Zum Elektroantrieb: Viele von euch kennen mich ja als Elektronik Verrückten.

    Natürlich habe ich auch die Entwicklung er E-Fahrzeuge sehr interessiert verfolgt.

    Für mich passt mittlerweile ein kleiner Stadtflitzer ins Beuteschema, statt des bejahrten

    Benz-Diesel.

    Aber als Womo keine Sekunde für mich vorstellbar. Allein die Pflicht, die Reiseroute nach

    den gegebenen Nachlade Möglichkeiten auszurichten. Viele Länder fallen überhaupt aus

    wegen fehlender Infrastruktur. Fahrt mit Heizung oder Klima fällt ebenfalls aus, wegen

    sofortiger Halbierung der Reichweite. Ich weiß das von meinem Sohn mit seinem E-VW.

    Er ist immerhin so ehrlich, das zuzugeben.


    Lithium ist bei der derzeitigen Technologie also keine Lösung, wobei die klimafreundliche

    Entsorgung der Altbatterien noch völlig ungelöst ist.

    Flüssiger Wasserstoff als Alternative wird für uns Senioren wohl zu spät marktreif werden. :wacko:


    lG locker

  • Ihr führt die Entsorgung der Altbatterien als Minuspunkt an. Wird da nicht sehr viel wiederverwertet? Das ist doch auch der Sinn der Problemstoffsammelstellen, damit der "Rohstoff" Altbatterie gleich gesondert gelagert wird.

    Die Ladezeiten bei den Batterien finde ich aber als großes Problem. Auch stelle ich mir vor, dass E-Autos Probleme bekommen, wenn sie z.B. auf der Autobahn im Stau stehen und im Sommer die Klima- und im Winter die Heizung laufen haben.

    Und zu guter Letzt kommt es mir so vor, wie mit den Energiesparlampen: Verbot der herkömmlichen Beleuchtungsmittel und Zwang zum Kauf der Energiesparlampen - nach 3 Jahren kam dann die wirklich (meiner Meinung nach) gute Lösung mit den LED-Lampen.

    Deshalb glaube ich auch, dass E-Autos die Zwischenlösung zum Wasserstofffahrzeug sind. Da gilt es natürlich noch viel zu forschen und zu arbeiten um sie auch wirklich alltagstauglich zu machen.


    Dazu habe ich auch 2 interessante Links:


    Wasserstoffbusse der Österr. Post

    Toyota

    Bei der Toyotaseite kann man sich ein wenig einlesen, wie das (vorläufig) mit dem Wasserstoffantrieb funktioniert. - Womit aber noch lange nicht das Tankproblem - Versorgungsdichte - gelöst ist.

  • ja, es gibt ein Recycling für E-Auto-Batterien. Aber auch das ist nicht umsonst, will sagen der Aufwand muss den Ertrag unterschreiten. Meines Wissens lässt sich Stand heute Kobalt und Nickel zurückgewinnen, bei Lithium, Graphit und Mangan ist das noch nicht (ausreichend ?) möglich.

    Unabhängig davon aus wird die Verwertung mit einem hohen Energiebedarf einhergehen. Insofern bin ich da noch etwas skeptisch, was amtliche Jubelmeldungen zu dem Thema angeht.


    Horst

    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Leute alles glauben, wenn man ihnen sagt, Wissenschaftler hätten es herausgefunden.

  • Sollte ich zwangsweise ein Elektroauto fahren müssen, wird es sofort umgerüstet, im Kofferraum ein kleines 4 Takt Honda Stromaggregat rein, mit Auspuff aus dem Kofferraum, kann während der Fahrt auch laden und puffern, habe immer Strom unterwegs, 230 Volt sogar für einige Elektromaschinen, Flex, Bohrmaschine usw., wenn die E-Autos im Winter auf der Autobahn im Stau stehen und Heizungsprobleme haben , wie schön bläst meinen kleiner E-Heitzer die warme Luft ins Innere, aber ich weis das ich nicht mehr in die Lage kommen werde ein E-Auto zu fahren.:)

  • Dann wünsche ich aber viel Vergnügen, mit so einem kleinen "Scheißerl" kommt man bestenfalls aus der Kreuzung wenn der Akku leer ist. Es gibt Tabellen über die Ladedauer bzw Akkukapazität. Des Rätsels Lösung wird wohl eine chem. Neuerfindung sein müssen um diese große Anzahl von Kfz bzw Heizanlagen und Fabriken betreiben zu können - die Petrochemie gibt es auch noch.

    Aber warten wir es ab, da kommt noch vieles - sollten eines Tages die Grünen aus der Regierung (D-A) hinausfliegen, dann ist alles wieder anders.

    "Klimakatastrophe" ist eine gute Werbung für die Weltuntergangsstimmung.

    In Tirol ist ein Tesla abgebrannt - mind. eine Woche dauerte es bis die Feuerwehr sprach:

    "wie nemma denn den ???"

    schöne Grüsse joschr

  • na ja, es gibt sicher Argumente für und wider. Wie gesagt, im täglichen Kurzstreckenbereich, über Nacht an der Steckdose, kann ich mir das vorstellen. Die angebliche "Klimaneutralität" bzw. "Emissionsfreiheit" mal hintan gestellt.

    Wo ich einfach ein Problem damit habe: einen Verbrenner lade ich an der Tankstelle nach. Hinfahren, Klappe auf, tanken, (auf drei Dödel, die die falsche PIN eingeben warten), bezahlen, und fertig. Das sind zwischen 10 und 20 Minuten, eventuelle Pinkelphase inbegriffen. Dann habe ich 100 (in Worten einhundert) Prozent neuer Reichweite vor mir. Je nach Fahrzeug sind das zwischen 600 und 1000 km, bei meinem Womo zwischen 1100 und 1200 km.

    Und das soll ich gegen 30 Minuten (laut Werbung) und 80 % Tankvolumen (laut Werbung) für eine Reichweite von 326 bis 363 km (laut Werbung) eintauschen ? Für 5,14 oder 5,37 m in einer Blechbüchse (laut Realität).


    Klingt für mich nicht verlockend.


    Horst

    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Leute alles glauben, wenn man ihnen sagt, Wissenschaftler hätten es herausgefunden.

  • Ob sich diese Reichweiten, wie in der Werbung, überhaupt im Normalfall erzielen lassen, weiß nicht einmal der liebe Gott - und der weiß alles.

    Abgewandelter Indianerspruch:

    Erst wenn der letzte Acker mit Solarzellen gepflastert ist,

    die letzte Viehweide mit Windräder verstellt,

    die letzte Wiese als Biotop angelegt wurde,

    wird man erkennen, daß diese Ideologie auch nicht richtig sein kann.

    Energie, in welcher Form immer, ist der Antrieb allen Lebens - und dazu gehören nicht nur Produktions- sondern auch Freizeiteinrichtungen.

    Wenn man die NOVA in A betrachtet, wird es bald nur mehr Oldtimer geben - und das sind dann die richtigen "Stinker" !!!

    schöne Grüsse aus dem schon länger saukaltem Kärnten, auch Klimakatastrophe ???

    joschr

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